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Warum die Maisernte besondere Aufmerksamkeit verlangt

Maisernte: Qualität beginnt lange vor dem Silo

Der richtige Erntezeitpunkt und eine durchdachte Konservierungsstrategie sichern Futterqualität, Tierleistung und Wirtschaftlichkeit

Die Maisernte gehört jedes Jahr zu den entscheidenden Phasen im landwirtschaftlichen Kalender. Innerhalb weniger Wochen wird festgelegt, welche Futterqualität den Betrieben für die kommenden Monate zur Verfügung steht. Ob Milchviehbetrieb, Bullenmast oder Biogasanlage – hochwertige Maissilage ist die Grundlage für leistungsfähige Tiere, stabile Gärprozesse und eine wirtschaftliche Produktion.

Doch die Anforderungen an eine erfolgreiche Maisernte haben sich verändert. Klimatische Extreme, zunehmende Wetterunsicherheiten und immer engere Erntefenster verlangen heute deutlich mehr als Erfahrung und einen Blick auf den Kalender. Während sich einzelne Bestände aufgrund von Trockenheit oder Starkregen sehr unterschiedlich entwickeln, steigen gleichzeitig die Anforderungen an Ernteorganisation, Silierung und Lagerung.

Wer die Qualität seiner Silage sichern möchte, muss deshalb den gesamten Prozess betrachten – von der Reifebeurteilung auf dem Feld über die Häckseltechnik bis hin zur luftdichten Einlagerung und einer bedarfsgerechten Konservierung.

Genau hier entscheidet sich, ob die im Feld erzeugte Energie später tatsächlich im Futtertisch oder in der Biogasanlage ankommt.

Qualität entsteht auf dem Feld – nicht erst im Silo

Häufig richtet sich die Aufmerksamkeit erst auf das Befüllen des Fahrsilos. Tatsächlich wird die spätere Silagequalität jedoch bereits Wochen vorher beeinflusst. Sortenwahl, Bestandesführung, Nährstoffversorgung und Witterungsverlauf bestimmen, wie sich Stärkeeinlagerung, Pflanzenentwicklung und Trockenmassegehalt entwickeln.

In den letzten Tagen vor der Ernte rückt dabei vor allem ein Wert in den Mittelpunkt: der Trockenmassegehalt der Gesamtpflanze. Er entscheidet maßgeblich darüber, wie gut sich der Mais verdichten lässt und wie sicher anschließend die Milchsäuregärung abläuft.

Als optimal gelten Trockenmassegehalte zwischen 32 und 35 Prozent. In diesem Bereich vereinen sich mehrere Vorteile:

  • hohe Stärkegehalte im Kolben,
  • ausreichend feuchte Restpflanzen,
  • gute Verdichtbarkeit,
  • geringe Sickersaftverluste,
  • stabile Gärprozesse,
  • hohe Energiedichte der späteren Silage.

Bereits wenige Prozentpunkte können jedoch erhebliche Auswirkungen haben.

Wird zu früh geerntet, enthält der Mais noch zu viel Wasser. Die Folge können Sickersaftverluste, geringere Stärkegehalte und eine niedrigere Energiedichte sein. Erfolgt die Ernte dagegen zu spät, trocknen Stängel und Blätter zunehmend ab. Dadurch wird das Material schlechter verdichtbar, Sauerstoff bleibt länger im Silostock erhalten und Hefen sowie Schimmelpilze finden ideale Wachstumsbedingungen.

Die Konsequenzen zeigen sich häufig erst Wochen oder Monate später: Nacherwärmung, Trockenmasseverluste und sinkende Futterqualität.

Der optimale Erntezeitpunkt lässt sich heute präziser bestimmen

Noch vor wenigen Jahren orientierten sich viele Betriebe vor allem an Erfahrungswerten oder festen Ernteterminen. Heute stehen zahlreiche Hilfsmittel zur Verfügung, um die Pflanzenentwicklung deutlich genauer einzuschätzen.

Digitale Reifemodelle, Satellitendaten, Wetterprognosen oder NIRS-Verfahren unterstützen Landwirte dabei, den optimalen Erntezeitpunkt besser vorherzusagen. Dennoch ersetzen diese Werkzeuge nicht die regelmäßige Kontrolle im Bestand.

Denn selbst benachbarte Schläge entwickeln sich häufig unterschiedlich. Bodenart, Wasserversorgung, Sorteneigenschaften oder lokale Niederschläge können dazu führen, dass einzelne Flächen mehrere Tage auseinanderliegen.

Gerade in Jahren mit wechselhaftem Witterungsverlauf empfiehlt es sich deshalb, Trockenmassegehalt und Pflanzenentwicklung regelmäßig zu kontrollieren und jede Fläche individuell zu bewerten.

Die Milchlinie bleibt ein wichtiger Praxisindikator

Neben technischen Messverfahren liefert auch die Kolbenentwicklung wertvolle Hinweise auf den Reifegrad.

Während der Kornfüllung wird der flüssige Korninhalt zunehmend in Stärke umgewandelt. Dabei entsteht die sogenannte Milchlinie – die sichtbare Grenze zwischen dem bereits verfestigten und dem noch milchigen Kornbereich.

Liegt diese etwa zwischen der Hälfte und zwei Dritteln des Korns, nähert sich der Bestand häufig dem optimalen Erntezeitpunkt. Allerdings sollte dieser Wert niemals isoliert betrachtet werden. Besonders nach Trockenstress können Kolben und Restpflanze unterschiedlich schnell abreifen. Erst das Zusammenspiel aus Trockenmassebestimmung, Pflanzenbeurteilung und Witterung liefert eine belastbare Grundlage für die Ernteentscheidung.

Klimawandel verkürzt das Erntefenster

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie dynamisch sich Maisbestände entwickeln können. Längere Trockenperioden beschleunigen die Kornabreife, während gleichzeitig Blätter und Stängel frühzeitig vertrocknen. In anderen Regionen verzögern Niederschläge oder kühlere Temperaturen die Entwicklung deutlich.

Dadurch werden die Zeitfenster für eine optimale Ernte immer kleiner.

Für landwirtschaftliche Betriebe bedeutet das:

  • Bestände müssen häufiger kontrolliert werden.
  • Die Abstimmung mit Lohnunternehmen gewinnt an Bedeutung.
  • Unterschiedliche Schläge sollten möglichst einzeln bewertet werden.
  • Erntekapazitäten müssen flexibel geplant werden.

Wer heute ausschließlich nach Kalender arbeitet, riskiert unnötige Qualitätsverluste.

Dabei ist der optimale Erntezeitpunkt nur der erste Schritt. Ob die im Feld erzeugte Qualität tatsächlich erhalten bleibt, entscheidet sich erst während der Silierung. Genau dort entstehen in der Praxis häufig die größten Verluste – oft unbemerkt und mit erheblichen wirtschaftlichen Folgen.

Silierung: Hier entscheidet sich, wie viel Qualität tatsächlich erhalten bleibt

Mit dem letzten Häckselwagen endet die Ernte – die eigentliche Konservierung beginnt. Was jetzt in den folgenden Stunden passiert, entscheidet darüber, ob die im Feld erzeugte Energie und Nährstoffqualität im Silo erhalten bleiben oder durch vermeidbare Verluste verloren gehen.

In der Praxis entstehen viele Qualitätsverluste nicht auf dem Acker, sondern während der Silierung. Eine unzureichende Verdichtung, Luftzutritt oder Verzögerungen beim Befüllen können den Gärprozess nachhaltig beeinträchtigen. Die Folgen reichen von Trockenmasseverlusten über Nacherwärmung bis hin zu Schimmelbildung – mit direkten Auswirkungen auf Futterqualität, Tiergesundheit und Wirtschaftlichkeit.

Sauerstoff ist der größte Feind einer erfolgreichen Silierung

Frisch gehäckselter Mais enthält zunächst noch Sauerstoff. Solange dieser vorhanden ist, atmen die Pflanzenzellen weiter. Dabei werden Zucker und andere energiereiche Inhaltsstoffe verbraucht und in Kohlendioxid, Wasser und Wärme umgewandelt.

Diese Atmungsphase ist zwar ein natürlicher Prozess, sie sollte jedoch möglichst kurz sein. Denn jede Stunde, in der Sauerstoff im Silostock vorhanden ist, kostet wertvolle Energie, die später weder den Tieren noch einer Biogasanlage zur Verfügung steht.

Erst wenn der Sauerstoff vollständig verdrängt wurde, übernehmen Milchsäurebakterien die Kontrolle. Sie vergären die pflanzeneigenen Zucker zu Milchsäure, der pH-Wert sinkt und die Silage wird auf natürliche Weise konserviert. Je schneller dieser Übergang erfolgt, desto stabiler verläuft die Gärung und desto geringer fallen die Konservierungsverluste aus.

Der Schlüssel dazu ist eine möglichst schnelle und konsequente Verdichtung.

Verdichtung entscheidet über den Gärverlauf

Eine hohe Verdichtungsdichte sorgt dafür, dass Sauerstoff aus dem Silostock verdrängt wird und Milchsäurebakterien optimale Bedingungen vorfinden. Gleichzeitig sinkt das Risiko, dass sich Hefen und Schimmelpilze entwickeln.

Mit zunehmendem Trockenmassegehalt wird die Verdichtung jedoch deutlich anspruchsvoller. Besonders Mais mit mehr als 35 Prozent Trockenmasse lässt sich schlechter zusammendrücken. Luftporen bleiben erhalten und schaffen ideale Bedingungen für unerwünschte Mikroorganismen.

Deshalb lohnt es sich, während der Ernte auf einige grundlegende Punkte zu achten:

  • dünne Schichten einfahren,
  • kontinuierlich verdichten,
  • ausreichend Fahrzeuggewicht einsetzen,
  • Unterbrechungen möglichst vermeiden,
  • den Silostock zügig fertigstellen,
  • unmittelbar nach Abschluss luftdicht verschließen.

Diese Maßnahmen erscheinen selbstverständlich. Unter Zeitdruck oder bei hohen Erntemengen geraten sie jedoch schnell in den Hintergrund – mit oftmals erheblichen Folgen für die spätere Silagequalität.

Warme Herbste verändern die Anforderungen an die Silierung

Noch vor einigen Jahren unterstützten niedrige Herbsttemperaturen die Silierung. Heute erleben viele Regionen bis weit in den Oktober hinein ungewöhnlich warme Witterungsbedingungen. Diese Entwicklung verändert auch die Anforderungen an die Konservierung.

Hohe Temperaturen fördern die Aktivität von Hefen und Schimmelpilzen. Gleichzeitig laufen Stoffwechselprozesse schneller ab, wodurch sich das Risiko für Nacherwärmung erhöht. Besonders betroffen sind trockene Maissilagen, große Fahrsilos oder Betriebe mit geringer Entnahmegeschwindigkeit.

Auch beschädigte Silofolien oder schlecht verdichtete Randbereiche können unter diesen Bedingungen schnell zu Problemzonen werden. Hier dringt Sauerstoff ein, unerwünschte Mikroorganismen vermehren sich und der Verderb beginnt oft unbemerkt.

Der Klimawandel beeinflusst damit nicht nur den optimalen Erntezeitpunkt, sondern auch die Anforderungen an eine sichere Silierung.

Nacherwärmung – oft unterschätzt, aber wirtschaftlich relevant

Eine warme Silage wird in der Praxis häufig als unvermeidbar angesehen. Tatsächlich ist sie jedoch meist ein Hinweis darauf, dass Hefen nach dem Öffnen des Silos wieder aktiv geworden sind.

Sobald Sauerstoff an die Anschnittfläche gelangt, beginnen diese Mikroorganismen zunächst mit dem Abbau der Milchsäure. Dadurch steigt der pH-Wert der Silage wieder an. In der Folge finden auch Schimmelpilze ideale Bedingungen für ihr Wachstum.

Die Auswirkungen sind deutlich:

  • Trockenmasseverluste,
  • sinkender Energiegehalt,
  • geringere Schmackhaftigkeit,
  • reduzierte Futteraufnahme,
  • hygienische Risiken durch Schimmelpilze und Mykotoxine.

Besonders problematisch ist, dass diese Verluste häufig schleichend auftreten. Äußerlich wirkt die Silage zunächst unauffällig, während ihr Futterwert bereits kontinuierlich abnimmt.

Für Milchviehbetriebe kann dies geringere Milchleistungen und einen höheren Kraftfuttereinsatz bedeuten. In der Bullenmast sinken tägliche Zunahmen, und in Biogasanlagen reduziert sich das Gaspotenzial des Substrats.

Jede vermiedene Verlustquelle verbessert die Wirtschaftlichkeit

Angesichts steigender Betriebsmittelkosten gewinnt die effiziente Nutzung des erzeugten Futters weiter an Bedeutung. Ziel sollte deshalb sein, die auf dem Feld erzeugte Qualität möglichst vollständig bis zur Verfütterung oder Vergärung zu erhalten.

Eine sorgfältige Silierung trägt dazu bei,

  • den Energiegehalt der Silage zu sichern,
  • Trockenmasseverluste zu minimieren,
  • den Kraftfutterbedarf zu reduzieren,
  • Tiergesundheit und Leistung zu unterstützen,
  • die Wirtschaftlichkeit der Fütterung zu verbessern und
  • die Ressourceneffizienz des gesamten Betriebs zu erhöhen.

Dabei gilt: Die beste Silierung beginnt nicht erst am Silo, sondern bereits mit einer durchdachten Ernteplanung. Werden Ernte, Transport, Verdichtung und Siloabschluss optimal aufeinander abgestimmt, lassen sich viele spätere Probleme bereits im Vorfeld vermeiden.

Doch selbst bei sorgfältiger Planung lassen sich nicht alle Risiken ausschließen. Hohe Trockenmassegehalte, warme Witterung oder lange Befüllzeiten können die Silierung erschweren. In solchen Situationen stellt sich die Frage, ob und wann der Einsatz von Konservierungslösungen sinnvoll ist.

Wann sind Konservierungslösungen sinnvoll?

Unter optimalen Bedingungen lässt sich hochwertige Maissilage allein durch eine kontrollierte Milchsäuregärung sicher konservieren. Voraussetzung dafür sind der richtige Erntezeitpunkt, eine zügige Einlagerung, eine hohe Verdichtung und ein konsequenter Luftabschluss.

Die Praxis sieht jedoch häufig anders aus. Witterungseinflüsse, organisatorische Herausforderungen oder unterschiedliche Standortbedingungen können dazu führen, dass die natürliche Silierung nicht unter idealen Voraussetzungen abläuft. Genau in diesen Situationen kann eine gezielte Konservierungsstrategie dazu beitragen, die Qualität der Silage langfristig zu sichern.

Dabei geht es nicht darum, Fehler in der Silierung zu kompensieren. Vielmehr unterstützen moderne Konservierungslösungen den Gärprozess dort, wo äußere Bedingungen das Risiko von Qualitätsverlusten erhöhen.

Nicht jedes Silo stellt die gleichen Anforderungen

Ob der Einsatz eines Siliermittels sinnvoll ist, hängt immer von den betrieblichen Rahmenbedingungen ab. Faktoren wie Trockenmassegehalt, Witterung, Silogröße oder Entnahmemanagement beeinflussen maßgeblich das Risiko für Fehlgärungen oder Nacherwärmung.

Besonders anspruchsvoll wird die Silierung unter folgenden Bedingungen:

  • Trockenmassegehalte über 35 Prozent
  • warme Witterung während Ernte und Einlagerung
  • große Fahrsilos mit langen Befüllzeiten
  • verzögerter Luftabschluss
  • geringe Vorschubgeschwindigkeiten bei der Futterentnahme
  • lange Lagerzeiten oder hohe Anforderungen an die aerobe Stabilität

Treffen mehrere dieser Faktoren zusammen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Hefen und Schimmelpilze die Silage bereits während der Lagerung oder nach dem Öffnen des Silos beeinträchtigen.

Biologische oder chemische Siliermittel?

Grundsätzlich stehen zwei unterschiedliche Strategien zur Verfügung.

Biologische Siliermittel enthalten ausgewählte Milchsäurebakterien oder Enzyme. Sie fördern den natürlichen Gärprozess und unterstützen eine schnelle Absenkung des pH-Wertes. Besonders bei zuckerreichem Erntegut und günstigen Silierbedingungen können sie den Gärverlauf positiv beeinflussen.

Chemische Konservierungslösungen setzen an einem anderen Punkt an. Organische Säuren hemmen gezielt Hefen, Schimmelpilze und weitere unerwünschte Mikroorganismen. Dadurch wird insbesondere die aerobe Stabilität verbessert – also die Widerstandsfähigkeit der Silage gegenüber Sauerstoff nach dem Öffnen des Silos.

Welche Strategie die richtige ist, hängt von den jeweiligen Betriebsbedingungen und den Anforderungen an Lagerung und Nutzung der Silage ab.

Propionsäure – bewährter Schutz vor Nacherwärmung

Eine zentrale Rolle in der chemischen Silagekonservierung spielt seit vielen Jahren Propionsäure. Ihre Wirkung gegen Hefen und Schimmelpilze ist wissenschaftlich gut untersucht und hat sich in der landwirtschaftlichen Praxis vielfach bewährt.

Durch die Hemmung dieser Mikroorganismen kann Propionsäure dazu beitragen,

  • die aerobe Stabilität zu erhöhen,
  • Nacherwärmung zu reduzieren,
  • Trockenmasseverluste zu minimieren,
  • den Energiegehalt der Silage besser zu erhalten und
  • die hygienische Qualität langfristig zu sichern.

Gerade unter schwierigen Erntebedingungen oder bei längeren Lagerzeiten bietet sie damit einen wichtigen Beitrag zum Werterhalt der erzeugten Silage.

Moderne Konservierungslösungen müssen mehr leisten

Mit den steigenden Anforderungen an Effizienz und Arbeitssicherheit haben sich auch die Erwartungen an Siliermittel verändert. Neben einer zuverlässigen Wirkung stehen heute eine einfache Anwendung und eine hohe Prozesssicherheit im Mittelpunkt.

Eine moderne Konservierungslösung sollte deshalb:

  • zuverlässig gegen Hefen und Schimmel wirken,
  • sich gleichmäßig im Erntegut verteilen,
  • präzise dosierbar sein,
  • materialschonend eingesetzt werden können und
  • eine sichere Anwendung im Arbeitsalltag ermöglichen.

So lässt sich die Konservierung ohne zusätzlichen organisatorischen Aufwand in bestehende Ernteabläufe integrieren.

BÜFA unterstützt Betriebe mit praxiserprobten Lösungen

Für Betriebe, die ihre Silage auch unter anspruchsvollen Bedingungen sicher konservieren möchten, bietet BÜFA speziell entwickelte Lösungen für die Silierung und Feuchtgetreidekonservierung.

Mit PropiSave® SIL steht eine Konservierungslösung für Mais- und CCM-Silage zur Verfügung. Die propionsäurebasierte Formulierung wurde entwickelt, um insbesondere die aerobe Stabilität der Silage zu verbessern und das Wachstum von Hefen und Schimmelpilzen wirksam zu hemmen. Dadurch lässt sich das Risiko von Nacherwärmung reduzieren und der Erhalt wertvoller Nährstoffe während der Lagerung unterstützen.

Für die Konservierung von Feuchtgetreide und Körnermais bietet PropiSave® LC eine speziell abgestimmte Lösung. Sie ermöglicht eine sichere Lagerung feuchter Erntegüter und kann dazu beitragen, aufwändige Trocknungsprozesse zu reduzieren, ohne Kompromisse bei der Lagerstabilität einzugehen.

Beide Produkte sind darauf ausgelegt, sich unkompliziert in bestehende Ernte- und Konservierungsprozesse zu integrieren und Betriebe dabei zu unterstützen, die Qualität ihres Ernteguts langfristig zu sichern.

Entscheidend bleibt jedoch: Konservierungslösungen ersetzen keine sorgfältige Silierung. Ihr größter Nutzen liegt darin, unter anspruchsvollen Bedingungen zusätzliche Sicherheit zu schaffen und den Wert der erzeugten Silage zuverlässig zu erhalten.

Wirtschaftlichkeit beginnt mit dem Erhalt der Silagequalität

Die Produktion hochwertiger Maissilage ist mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Saatgut, Düngung, Pflanzenschutz, Ernte und Logistik verursachen hohe Kosten – umso wichtiger ist es, die erzeugte Qualität während der Silierung möglichst vollständig zu erhalten.

Silierverluste werden häufig unterschätzt, obwohl sie sich unmittelbar auf die Wirtschaftlichkeit eines Betriebs auswirken. Bereits während der Atmungsphase gehen wertvolle Zucker verloren. Kommen unzureichende Verdichtung, Lufteintrag oder eine instabile Gärung hinzu, sinken Trockenmasse- und Energiegehalte weiter. Nach dem Öffnen des Silos können Hefen und Schimmelpilze diesen Prozess zusätzlich beschleunigen.

Die Folgen sind vielfältig:

  • geringere Energiedichte der Silage,
  • reduzierte Futteraufnahme,
  • sinkende Milch- oder Mastleistungen,
  • höherer Bedarf an Ergänzungsfuttermitteln,
  • geringere Gasausbeuten in Biogasanlagen,
  • zusätzlicher Aufwand durch verdorbene oder hygienisch belastete Silage.

Gerade vor dem Hintergrund steigender Betriebsmittelkosten und zunehmender Anforderungen an eine nachhaltige Landwirtschaft gewinnt deshalb jeder vermiedene Prozentpunkt Trockenmasseverlust an Bedeutung. Ziel sollte sein, die im Feld erzeugte Energie möglichst vollständig bis zur Verfütterung oder Vergärung zu erhalten.

Die richtige Strategie ist immer betriebsspezifisch

Ob eine Konservierungslösung sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Jeder Betrieb arbeitet unter unterschiedlichen Bedingungen – von der Bodenart über den Erntezeitpunkt bis hin zu Lagertechnik und Fütterungsmanagement.

Eine fundierte Bewertung berücksichtigt unter anderem:

Einflussfaktor Bedeutung für die Silierung
Trockenmassegehalt Beeinflusst Verdichtbarkeit und Gärverlauf.
Witterung Hohe Temperaturen erhöhen das Risiko für Hefen und Schimmel.
Ernteorganisation Lange Befüllzeiten verlängern die Sauerstoffphase.
Silogröße Große Silos stellen höhere Anforderungen an Verdichtung und Luftabschluss.
Entnahmemanagement Geringer Vorschub begünstigt Nacherwärmung.

Je anspruchsvoller die Rahmenbedingungen sind, desto wichtiger wird eine ganzheitliche Betrachtung von Ernte, Silierung und Konservierung.

BÜFA: Praxisnahe Lösungen für eine sichere Silierung

Mit PropiSave® SIL und PropiSave® LC bietet BÜFA zwei speziell entwickelte Konservierungslösungen für unterschiedliche Einsatzbereiche in der Landwirtschaft.

PropiSave® SIL wurde für Mais- und CCM-Silage entwickelt und unterstützt insbesondere die Verbesserung der aeroben Stabilität. Durch die Hemmung von Hefen und Schimmelpilzen kann das Risiko von Nacherwärmung reduziert und der Erhalt wertvoller Nährstoffe während der Lagerung unterstützt werden.

PropiSave® LC eignet sich für die Konservierung von Feuchtgetreide und Körnermais. Die Lösung ermöglicht eine sichere Lagerung feuchter Erntegüter und kann dazu beitragen, Trocknungskosten zu reduzieren sowie die Qualität des Ernteguts langfristig zu sichern. Dabei gilt: Konservierungslösungen ersetzen keine sorgfältige Silierung. Sie ergänzen ein professionelles Erntemanagement dort, wo anspruchsvolle Bedingungen zusätzliche Sicherheit erfordern. Erst das Zusammenspiel aus optimalem Erntezeitpunkt, sauberer Siliertechnik und einer bedarfsgerechten Konservierungsstrategie schafft die Grundlage für dauerhaft hochwertige Silagen.

Fazit: Qualität entsteht durch das Zusammenspiel vieler Faktoren

Die Maisernte ist weit mehr als der Abschluss einer erfolgreichen Vegetationsperiode. Sie markiert den Beginn eines Konservierungsprozesses, der maßgeblich darüber entscheidet, wie viel der im Feld erzeugten Qualität tatsächlich erhalten bleibt.

Der optimale Erntezeitpunkt bildet dabei die Grundlage. Ein Trockenmassegehalt von etwa 32 bis 35 Prozent schafft beste Voraussetzungen für hohe Energiegehalte, eine gute Verdichtung und einen stabilen Gärverlauf. Ebenso entscheidend sind eine durchdachte Erntelogistik, eine konsequente Verdichtung und ein schneller Luftabschluss.

Unter anspruchsvollen Bedingungen – etwa bei hohen Trockenmassegehalten, warmen Witterungsverhältnissen oder langen Befüllzeiten – kann eine angepasste Konservierungsstrategie helfen, Gärverluste zu reduzieren und die aerobe Stabilität nachhaltig zu verbessern. Moderne Konservierungslösungen unterstützen dabei, den Wert des Ernteguts langfristig zu sichern und die Wirtschaftlichkeit des Betriebs zu stärken.

Wer Ernte, Silierung und Konservierung als zusammenhängenden Prozess versteht, schafft die besten Voraussetzungen für hochwertige Maissilage, leistungsfähige Tierbestände und eine effiziente Nutzung der eingesetzten Ressourcen. Gerade unter den sich wandelnden klimatischen Bedingungen wird dieser ganzheitliche Ansatz künftig weiter an Bedeutung gewinnen.

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Quellenverzeichnis
  • DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer (2025), Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), Frankfurt am Main, 2025. https://www.dlg.org/fileadmin/downloads/Landwirtschaft/Tierhaltung/Futtermittel/Fachinfos/Rinder/Futterwerttabellen_fuer_Wiederkaeuer/DLG_Futterwerttabellen_10_Final.pdf, Zugriff: 08.07.2026.
  • Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL). Tierphysiologische Anforderungen an die Silagequalität. https://www.lfl.bayern.de/ite/futterwirtschaft/030320/index.php, Zugriff: 08.07.2026.
  • Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Mit Siliermitteln länger haltbar. https://www.lwk-niedersachsen.de/lwk/news/43127_Mit_Siliermitteln_laenger_haltbar, Zugriff: 08.07.2026.
  • Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Haus Riswick. Futterkonservierung. https://www.landwirtschaftskammer.de/riswick/versuche/tierhaltung/futterkonservierung/index.htm, Zugriff: 08.07.2026.
  • Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Maissilagen im Mittel mit guten bis sehr guten Qualitäten. https://www.landwirtschaftskammer.de/riswick/versuche/tierhaltung/maissilagen_im_mitte_-mit_guten_bis_sehr_guten_qualitaeten.htm, Zugriff: 08.07.2026.
  • Landesanstalt für Landwirtschaft, Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg (LAZBW). Hinweise zum Siliermanagement. https://lazbw.landwirtschaft-bw.de/%2CLde/Startseite/Themen/Hinweise%2Bzum%2BSiliermanagement, Zugriff: 08.07.2026.
  • BÜFA Agrar - Produktinformationen PropiSave® SIL und PropiSave® LC, interne Produktdatenblätter, BÜFA Chemikalien GmbH & Co. KG, Stand 2026.


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