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Mehr Ertrag aus Gülle: Schwefelsäure als Schlüssel zur effizienten Gülleansäuerung

Gülleansäuerung mit Schwefelsäure: Emissionen senken und Stickstoffeffizienz steigern

Wie Schwefelsäure die Stickstoffverluste reduziert, welche Verfahren sich bewährt haben und wann sich die Anwendung rechnet

Gülle ist ein wertvoller Nährstoffträger – gleichzeitig gehen jedoch große Mengen Stickstoff ungenutzt verloren. Besonders Ammoniakemissionen stellen ein zentrales Problem dar: Sie belasten die Umwelt und reduzieren die Düngewirkung erheblich.

Die Gülleansäuerung bietet hier einen wirkungsvollen Ansatz, um Emissionen zu reduzieren, Nährstoffe zu sichern und die Wirtschaftlichkeit zu verbessern.


Wie funktioniert die Gülleansäuerung im Detail

Der zentrale Mechanismus basiert auf dem chemischen Gleichgewicht zwischen:

  • Ammoniak (NH₃) → gasförmig → entweicht
  • Ammonium (NH₄⁺) → gelöst → bleibt pflanzenverfügbar

Dieses Gleichgewicht wird stark durch den pH-Wert beeinflusst:

  • hoher pH-Wert → mehr NH₃ → hohe Verluste
  • niedriger pH-Wert → mehr NH₄⁺ → geringe Verluste

Was passiert bei der Ansäuerung?

Durch die Zugabe von Schwefelsäure wird:

  • der pH-Wert der Gülle gezielt abgesenkt (typisch: auf 5,5–6,0)
  • das Gleichgewicht Richtung Ammonium verschoben
  • der Stickstoff im System gebunden

Ergebnis: Weniger Emissionen, mehr verfügbarer Stickstoff für die Pflanze


Welche Verfahren haben sich in der Praxis bewährt?

Je nach Betrieb und Infrastruktur kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz:

1. Ansäuerung bei der Ausbringung (praxisrelevant)

  • Säure wird direkt im Güllefass dosiert
  • pH-Absenkung unmittelbar vor der Ausbringung
  • besonders geeignet für bestehende Betriebe

Vorteil: geringe Einstiegshürde, hohe Flexibilität


2. Ansäuerung im Lager

  • Behandlung im Güllelager
  • gleichmäßige Durchmischung möglich

Vorteil: stabile Gülleeigenschaften über längere Zeit


3. Ansäuerung im Stall

  • kontinuierliche Behandlung
  • maximale Emissionsreduktion

Nachteil: höherer technischer Aufwand


Einordnung für Deutschland

Aktuell setzt sich vor allem die Ansäuerung bei der Ausbringung durch, da sie:

  • einfacher nachrüstbar ist
  • weniger Investitionen erfordert
  • gut mit vorhandener Technik kombinierbar ist

Wann rechnet sich die Gülleansäuerung?

Die Wirtschaftlichkeit ist einer der entscheidenden Faktoren für die Praxis.

Ausgangssituation ohne Ansäuerung:

  • bis zu 20–50 % Stickstoffverlust

Beispiel:

  • 100 kg Stickstoff in der Gülle
  • 30 kg gehen verloren
  • bei 1,20 €/kg N → 36 € Verlust

Mit Ansäuerung:

  • deutliche Reduktion der Verluste
  • mehr pflanzenverfügbarer Stickstoff
  • geringerer Bedarf an Mineraldünger

Einsparpotenzial:
~15–25 €/ha (je nach Betrieb und Anwendung)


Zusätzliche Effekte:

  • stabilere Erträge
  • bessere Nährstoffausnutzung
  • geringere Umweltbelastung

Kernaussage: Nicht die Kosten der Säure entscheiden – sondern der Wert des erhaltenen Stickstoffs.


Worauf es in der Praxis ankommt

Die Gülleansäuerung ist eine effektive Maßnahme – setzt aber eine fachgerechte Umsetzung voraus.

Wichtige Erfolgsfaktoren:

  • präzise Dosierung der Säure
  • gleichmäßige Durchmischung
  • geeignete Technik
  • geschulte Anwender

Besonders wichtig: Sicherheit im Umgang mit Schwefelsäure


Technik und Chemie gehören zusammen

Die Gülleansäuerung funktioniert nur im Zusammenspiel von:

  • Technik → Dosierung, Ausbringung
  • Chemie → Wirkung, Stabilisierung

Erst diese Kombination ermöglicht:

  • sichere Anwendung
  • stabile Ergebnisse
  • wirtschaftlichen Nutzen

Fazit: Mehr aus Gülle machen

Die Gülleansäuerung ist eine der effektivsten Maßnahmen, um:

  • Ammoniakemissionen zu reduzieren
  • Stickstoff effizienter zu nutzen
  • Düngerkosten zu senken

Mit steigenden Anforderungen an Umwelt und Effizienz gewinnt sie zunehmend an Bedeutung in der modernen Landwirtschaft.


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Quellenangaben:

  • Landwirtschaftskammer Niedersachsen: Emissionen senken, Effizienz steigern – Die Ansäuerung von Gülle und Gärresten, https://www.lwk-niedersachsen.de/lwk/news/40368_Emissionen_senken_Effizienz_steigern_-_Die_Ansaeuerung_von_Guelle_und_Gaerresten, [Zugriff am: 19.03.2026]
  • Aarhus University: Slurry acidification and ammonia emission reduction – Research overview, https://dca.au.dk, [Zugriff am: 19.03.2026]
  • Umweltbundesamt: Ammoniakemissionen der Landwirtschaft und Minderungsmaßnahmen, https://www.umweltbundesamt.de/themen/landwirtschaft/umweltbelastungen-der-landwirtschaft/ammoniak, [Zugriff am: 19.03.2026]
  • Umweltbundesamt: Ammoniakemissionen der Landwirtschaft und Minderungsmaßnahmen, https://www.umweltbundesamt.de/themen/landwirtschaft/umweltbelastungen-der-landwirtschaft/ammoniak, [Zugriff am: 19.03.2026]
  • European Environment Agency: Air pollutant emissions data and agricultural mitigation strategies, https://www.eea.europa.eu/themes/air [Zugriff am: 19.03.2026]
  • DLG e.V.: Minderung von Emissionen bei der Ausbringung organischer Dünger, https://www.dlg.org, [Zugriff am: 19.03.2026]

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