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Typische Konservierungssäuren in der Futterkonservierung

Silage sicher konservieren: Konservierungssäuren zum ersten Grasschnitt richtig einsetzen

Gute Vorbereitung entscheidet über die Silagequalität

Mit dem ersten Grasschnitt beginnt in vielen landwirtschaftlichen Betrieben die Vorbereitung auf die Silagesaison. In vielen Regionen Deutschlands findet dieser je nach Witterung zwischen Ende April und Mitte Mai statt. Neben einer guten Ernteorganisation und geeigneten Silierbedingungen spielt auch der Einsatz von Konservierungssäuren eine wichtige Rolle, um den Gärprozess zu stabilisieren und Futterverluste zu vermeiden.

Neben einer sauberen Ernte und einer schnellen Verdichtung spielt auch der gezielte Einsatz von Konservierungssäuren eine wichtige Rolle. Sie unterstützen die Stabilisierung des Silierprozesses und helfen, unerwünschte Gärungen zu vermeiden.

Gerade zu Beginn der Saison lohnt es sich daher, Bestände und Dosiertechnik zu kontrollieren und den Einsatz von Konservierungsmitteln zu planen.


Warum Konservierungssäuren in der Grassilage eingesetzt werden

Während der Silierung sollen sich Milchsäurebakterien schnell durchsetzen und den pH-Wert des Futters zügig absenken. Verzögert sich dieser Prozess, können sich unerwünschte Mikroorganismen wie Hefen, Clostridien oder Fäulnisbakterien vermehren.

Konservierungssäuren unterstützen diesen Prozess durch:

  • Schnelle pH-Absenkung im Siliergut
  • Hemmung von Hefen und Schimmelpilzen
  • Reduzierung von Fehlgärungen
  • Stabilisierung der Silage während Lagerung und Entnahme

Besonders unter schwierigen Bedingungen – etwa bei hoher Feuchtigkeit oder schwankendem Zuckergehalt im Gras – kann der Einsatz von Säuren dazu beitragen, Silierverluste zu reduzieren und die Futterhygiene zu verbessern.


Typische Konservierungssäuren in der Silage

In der Praxis kommen verschiedene organische Säuren zum Einsatz, häufig auch als Kombination.

Ameisensäure

Ameisensäure zählt zu den wirksamsten Säuren zur Steuerung der Silierung. Sie senkt den pH-Wert schnell und hemmt unerwünschte Mikroorganismen bereits in der frühen Phase der Silagebildung.

Propionsäure

Propionsäure wirkt besonders effektiv gegen Schimmel und Hefen und wird häufig eingesetzt, um die aerobe Stabilität der Silage zu verbessern.

Säuremischungen

Viele Konservierungsmittel kombinieren verschiedene Säuren, um mehrere Wirkmechanismen gleichzeitig zu nutzen und sowohl Gärprozess als auch Lagerstabilität zu optimieren.


Häufige Silageprobleme und mögliche Maßnahmen

Beobachtetes Problem Mögliche Ursache Wirkung im Silierprozess Mögliche Maßnahme
Nacherwärmung Hefen Abbau von Milchsäure Propionsäure
Schimmelbildung Sauerstoffeintrag Wachstum von Schimmelpilzen Propionsäure / Säuremischungen
Buttersäuregärung Clostridien Eiweißabbau Ameisensäure
Langsamer pH-Abfall geringer Zuckergehalt verzögerte Gärung Ameisensäure

Orientierungshilfe: Dosierung von Konservierungssäuren in Futtermitteln

Die optimale Dosierung von Konservierungssäuren hängt von mehreren Faktoren ab, insbesondere vom Trockenmassegehalt, der Feuchtigkeit des Futters sowie den Lagerbedingungen. Die folgende Tabelle zeigt typische Orientierungswerte aus der Praxis.

Beispielhafte Dosierung von Konservierungssäuren

Futtermittel Feuchtegehalt Ziel der Anwendung Orientierungswert*
Grassilage 65–75 % Steuerung der Gärung 3–5 kg/t Frischmasse
Grassilage (feucht) >75 % Vermeidung von Fehlgärungen 5–7 kg/t Frischmasse
Maissilage 60–70 % Stabilisierung der Gärung 2–4 kg/t Frischmasse
Feuchtgetreide 18–22 % Wasser Hemmung von Schimmel und Hefen 4–6 kg/t
Feuchtgetreide 22–25 % Wasser sichere Lagerung 6–8 kg/t
Mischfutter / CCM variabel Stabilisierung und Hygiene 2–5 kg/t

*Die Angaben stellen allgemeine Praxiswerte dar. Die tatsächliche Dosierung hängt vom eingesetzten Produkt, der Säurekonzentration und den Erntebedingungen ab.

Praxisorientierung: Dosierung von Ameisensäure bei Feuchtgetreide

Bei der Konservierung von Feuchtgetreide spielt der Wassergehalt eine zentrale Rolle. Je höher die Feuchtigkeit des Getreides ist, desto stärker steigt das Risiko für mikrobiellen Verderb. Eine angepasste Dosierung von Ameisensäure kann helfen, Hefen und Schimmelpilze zuverlässig zu hemmen und eine sichere Lagerung zu ermöglichen.

Die erforderliche Menge an Ameisensäure zur Konservierung von Feuchtgetreide hängt maßgeblich vom Wassergehalt des Getreides ab. Mit zunehmender Feuchtigkeit steigt auch der Bedarf an Konservierungssäure, um das Wachstum von Hefen und Schimmelpilzen zuverlässig zu hemmen.


Wassergehalt des Getreides Feuchtigkeitsbereich Empfohlene Dosierung Ziel
16–18 % leicht feucht 2–3 kg/t Schutz vor Schimmelbildung während der Lagerung
18–20 % feucht 3–4 kg/t Hemmung von Hefen und Schimmelpilzen
20–22 % deutlich feucht 4–6 kg/t stabile Lagerung ohne Trocknung
22–25 % sehr feucht 6–8 kg/t sichere Konservierung bei hohem Verderbrisiko

*Die Werte dienen als Orientierungswerte. Die tatsächliche Dosierung hängt von Produktkonzentration, Getreideart, Lagerdauer und Temperaturbedingungen ab.


Vor dem ersten Schnitt: Diese Punkte jetzt prüfen

Damit die Konservierung im Betrieb reibungslos funktioniert, lohnt sich ein kurzer Check vor Saisonbeginn.

  1. Vorräte an Konservierungssäuren prüfen
    Sind ausreichend Mengen verfügbar, um die geplanten Silagen zu behandeln?
  2. Dosiertechnik kontrollieren
    Funktionieren Pumpen, Leitungen und Düsen einwandfrei?
  3. Anwendungsmengen festlegen
    Die Dosierung sollte auf Trockenmassegehalt und Erntebedingungen abgestimmt sein.
  4. Lagerung und Arbeitssicherheit berücksichtigen
    Konservierungssäuren sollten sicher gelagert und gehandhabt werden.

Fazit: Frühzeitig planen zahlt sich aus

Der erste Grasschnitt legt die Grundlage für die Futterqualität der kommenden Monate. Eine frühzeitige Überprüfung von Konservierungsmitteln, Dosiertechnik und Vorräten hilft, Engpässe zu vermeiden und den Silierprozess optimal zu unterstützen.

Wer rechtzeitig vorbereitet ist, kann die Bedingungen während der Ernte besser nutzen und stabile, hygienisch hochwertige Silagen produzieren.

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FormicSave® LC (Gepufferte Ameisensäure)

Calciumpropionat Konservierungsmittel (Feed)

Propionsäure min. 99.5% (E 280) Konservierungsmittel (Feed)

PropiSave® 99 (E 280) Konservierungsmittel (Feed) (Propionsäure 99 % )


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Quellenangaben:

  • DLG – Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft, Silierung – Grundlagen, Siliermittel und Siliermanagement. https://www.dlg.org/de/landwirtschaft/themen/tierhaltung/silage, [Zugriff am: 11.03.2026]
  • Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), Siliermittel und Siliermanagement bei Gras- und Maissilage. https://www.lfl.bayern.de/ite/gruenland/030787, [Zugriff am: 11.03.2026]
  • Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Grassilage – Qualität sichern durch richtiges Siliermanagement. https://www.lwk-niedersachsen.de/lwk/news/grassilage, [Zugriff am: 11.03.2026]
  • European Food Safety Authority (EFSA), Scientific Opinion on the safety and efficacy of formic acid as a feed additive. https://www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/pub/4408, [Zugriff am: 11.03.2026]
  • FAO – Food and Agriculture Organization of the United Nations, McDonald, P., Henderson, A.R., Heron, S. (1991). The Biochemistry of Silage. https://www.fao.org/3/x8486e/x8486e00.htm, [Zugriff am: 11.03.2026]
  • Kung, L., Shaver, R., Grant, R., Schmidt, R. (2018), Silage Review: Interpretation of Chemical, Microbial, and Organoleptic Components of Silages. Journal of Dairy Science. https://doi.org/10.3168/jds.2017-13909, [Zugriff am: 11.03.2026]

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